Penny Dreadful – Staffelreview (Season 2)

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Es gab bereits einen Review zur ersten Season durch Mr. Serientagebuch.de höchstpersönlich, da der sich nach Staffel 1 jedoch nicht mehr wirklich locken ließ noch ein Auge auf diese Serie zu werfen, bin nun ich diejenige die den Review zu Staffel 2 in die Bedeutungslosigkeit des world wide web blasen darf. Herzlichen Glückwunsch – da habt ihr doch bestimmt schon voller Spannung drauf gewartet!

Der Hauptplot über 10 Episoden diesmal: Hexen! Und natürlich dreht sich wieder Alles um Vanessa Ives. Diese Frau will einfach Jeder. Und ganz besonders will Sie der Teufel höchstpersönlich. Was in der vorhergehenden Staffel durch die Vampire nicht möglich war, soll nun Evelyn Poole (Helen McCrory) richten. Die Figur wurde bereits als Madame Kali in der ersten Staffel eingeführt und drängt sich durch Verwendung unlauterer Hexenmittel in das Leben von Sir Malcolm um an Vanessa heran zu kommen. Wieder einmal schauen wir in die Vergangenheit von Vanessa und verweilen dort auch etwa zwei Episoden. Tatsächlich sehr interessant und aufschlussreich, denn es stellt sich heraus, dass Ms. Ives nicht nur Medium und Hellseherin ist.

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Natürlich gibt es auch wieder Nebenhandlungstränge. Zum einen soll Dr. Frankenstein für Monster 1 auch John Clare genannt eine Gefährtin erschaffen, was aber nur so mittel funktioniert. Naja, wo die Liebe hinfällt eben, denn unser neues Monster, auch „Lilly“ genannt, kann John Clare rein gar nichts abgewinnen. Außerdem scheint auch ihre Wiedererweckung nicht ohne die Verursachung eines erheblichen Dachschadens vorgegangen zu sein. In Ihrer Entwicklung von gut zu böse, die mir etwas aus der Luft gegriffen und daher schwerlich nachvollziehbar scheint, wendet Sie sich Dorian Grey zu. Ein Charakter mit dem ich schon in Staffel 1 absolut nichts anfangen konnte und der sich in keiner Weise weiterentwickelt. In meinen Augen ein Handlungsstrang, der so lame ist, das es kracht, aber zu Staffel drei hin offen bleibt und weiteres Schundpotenzial bietet.

In Nebenhandlung Numero zwei geht es um die Ermittlungen von Scotland Yard bezüglich der Verwicklungen von Mr. Chandler in die Serienmorde die London seit einiger Zeit heimsuchen. Diese zwingen nun auch Ethan dazu sich seiner eigenen Dämonen zu stellen. Breits in Staffel eins war ihm und dem Zuschauer klar, dass irgendwas mit ihm nicht stimmt und wer Staffel 1 verfolgt hat kann sich bereits denken, dass es hier nicht darum geht des Nachts die Straßen in Frauenkleidern unsicher zu machen. Die Handlung hier ist übrigens schlüssig und notwendig insbesondere, da Sie den Cliffhanger zu Staffel drei vorbereitet.

Kurz erwähnt sei die einzige, aber nicht sehr fesselnde Nebenhandlung, die sich schließt. Frankensteins erste Schöpfung John Clare findet eine Anstellung in einem Kuriositätenkabinett. Er wird vom Besitzer und seiner Familie scheinbar wohlwollend aufgenommen. Nach seiner Enttäuschung über Lillys Abneigung scheint sich mit der, glücklicher Weise, blinden Tochter des Besitzers etwas anzubahnen.

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Mein Vorschreiber fasste es im ersten Review wie folgt zusammen: „John Logan, der Autor der Serie, hat sich hier seinen eigenen Kindergeburtstagswunsch erfüllt: seine Lieblingsfiguren und Monster in einer einzigen Handlung. Miteinander, gegeneinander. Dies alles in einem passenden Setup, in einer Melange des dreckigen Londons dieser Zeit, welches für sich schon allein ausreichend abstoßende Figuren genug auf die matschigen Wege entlang der zahlreichen Rinnsale gespuckt hätte und seine kreativen Ideen mit den bekannten literarischen Figuren. Wahrlich er mixt gekonnt.“

Nun ja, das Setting ist wirklich gut und lässt den Betrachter ohne Umschweife in das viktorianische London eintauchen. Hinsichtlich der Handlung ist allerdings weniger manchmal mehr. Ich habe die zweite Staffel Mitte Juli beendet und nun nach einem gewissen Abstand, kann ich mir vorstellen warum die Serie nicht die erwarteten Einschaltquoten bringt. Maybe too much insignificant story?

Wie in der vorherigen Staffel, gibt es neben dem Hauptplot noch weitere Handlungen die eher weniger interessant sind. In Staffel 2 werden alle Handlungsstränge bis zur letzten Episode der Staffel hingeführt und auf einmal abgeschlossen. Dabei ist die Verbindung um die Abkömmlinge von Dr. Frankenstein zur Haupthandlung, die die Serie ohne weiteres allein tragen kann, eher lose und in meinen Augen vollkommen überflüssig.

3 von 5 Daumen. Zu viele unbedeutende Monsterköche für meinen Geschmack.

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